Untermainbrücke

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Bild 1: Untermainbrücke heute

Inhaltsverzeichnis

Räumliche und zeitliche Zuordnung

Bild 2: Untermain Brücke bei Nacht

Die Untermain Brücke wurde erstmalig in den Jahren zwischen 1872 bis 1874 von dem Deutschen Tiefbau-Ingenieur Peter Schmick erbaut. Sie war erst die zweite Straßenbrücke in Frankfurt die erbaut wurde. Der Neuaufbau der Brücke erfolgte in den Jahren 1948-1949. Sie befindet sich im Bahnhofviertel von Frankfurt Sachenhausen und befindet sich im 38.84 Mainkilometer. Sie verbindet die Neue Mainzer Straße in der Innenstadt mit der Schweizer Straße in Sachsenhausen. [2]

Ihre Koordinaten lauten: 50° 6' 23" N, 8° 40' 37" O

Geschichtlicher Verlauf bis heute

Die heutige Untermain Brücke in Frankfurt am Main wurde bereits um 1866 geplant, jedoch wurde der Baubeginn durch den Deutsch-Französichen Krieg auf das Jahr 1872 hinausverzögert. Schließlich wurde die Untermainbrücke zwischen 1872 und 1874 durch deutschen Tiefbau-Ingenieur Peter Schmick erbaut. Die Brücke spannte über den Main mit seinen fünf schmiedeeisernen Fachwerkbögen von je 32 Metern lichter Weite. Die Gesamtelänge der Brücke betrug 252m und hatte eine Breite von 19,65m. Die Baukosten betrugen 1,1 Millionen Mark. Vor Beginn des 2. Weltkrieges wurde die 1933 wurde die Brücke in Adolf-Hitler-Brücke umbenannt. Alle Innenstadtbrücken wurden im zweiten Weltkrieg zerstört. Der Grund dafür waren nicht die Bombenangriffe die diese Brücken zerstören sondern die Allierten Truppen. Um den Einmarsch unmöglich zu machen wurden die Brücken zwischen dem 25. und 26. März 1945 von der Wehrmacht gesprengt.[1] Für die Stadt Frankfurt waren es nicht die Zerstörungen an der Brücke die so verheerend waren sondern die in die Brücken eingelassenen Leitungssysteme zur Wasser -und Stromversorgung wurden unterbrochen. Dabei wurde an der Mainbrüge die drei Strombögen gepsprengt. Um die brücke für den Fußgängerverkehr nutzbar zu machen wurde Ende 1945 auf die weitgehend unbeschädigten Pfeiler eine provisorische Holz-Stahl-Konstruktion gesetzt.


Bild 3: Untermainbrücke im Jahr 1949


Wideraufbau 1948/49 bis heute

Im Juni 1948 wurde schließlichdann der Wiederaufbau der Brücke begonnen. Auf den vorhandenen Pfeilern entstand anstelle der alten Bögen eine Balkenbrücke. Die Sandsteinbögen am nördlichen und südlichen Ufer blieben dabei erhalten. Die Brücke würde am 23. Juli 1949 eröffnet. Die Kosten für den Wiederaufbau betrugen 2.640.000 DM.[2]

1984 wurde der Straßenbahnbetrieb über die Brücke eingestellt.

Zwischen den Jahren 1989 und 1990 wurde die Brücke im Rahmen einer Totalsanierung bis auf die Brückenpfeiler abgetragen und neugebaut.Dabei wurden die Bögen und das Sandsteingeländer der Vorlandbrücken historisch getreu rekonstruiert. Dazwischen spannt sich eine moderne Balkenbrücke in Stahlbetonbauweise.[2]


Baubeschreibung

Bild 4: Momentenverlauf bei Eigengewichtsbelastung

Die Untermainbrücke ist eine Verbundbrücke bzw. nach der Alten Brücke die zweite Straßenbrücke in Frankfurt am Main. Über den Fluss spannen sich fünf schmiedeeisernen Fachwerkbögen von je 32 Metern lichter Weite. Die Vorlandbrücken – zwei Bögen am nördlichen und drei am südlichen Ufer[2]. Die Fahrbahnplatte liegt auf 4 Pfeilern auf die im Main stehen und auf beiden Enden der Brücke sind im Landbereich jeweils die Wiederlager angebracht. Die Strompfeiler wurden aus rotem Mainsandstein errichtet.Über die Pfeiler hinaus ragen Stahlstützen auf die die Brücke liegt.


Bei diesem Konstrukt herrschen Druck und Zugspannungen.Die Druckspannungen die bei dieser Brücke entstehen, werden durch die Fahrbahn abgeleitet und gelangt über den Widerlager und den Pfeilern in den Untergrund. Dagegen werden die Zugkräfte über die Stahlträger die parallel zur Fahrbahn laufen übertragen. Bei einer ständigen Last Q ist der Momentenverlauf parabelförmig(Bild 4).

Der Querschnitt der Fahrbahn besteht aus 4 asphaltierten Fahrspuren und hat auf beiden Seiten jeweils einen Fußgängerweg und neben den Fahrspuren auf beiden Seiten einen Radweg für Radfahrer. Die Fahrbahnplatte ist ist mit den Stahlträgern mit einer speziellen Kopfbolzen verbunden. Auf der Höhe der Brückenpfeiler sind jeweils auf beiden Seiten der Brücke Laternen zur Beleuchtung vorhanden. Insgesamt sind auf der Brücke 16 Laternen angebracht. Auf der Höhe des Mains ist die Brücke mit Stahlgeländern ausgestattet und auf Höhe vom Land sind die Geländer aus Stein.


Bild 5: Verbund zwischen Stahlträgern und der Fahrbahnplatte
Bild 6: Kraftlinien


Die Untermainbrücke ist ein 4 mal statsich unbestimmes System( siehe Bild unten).

Bild 7:statisches System


Quellen- & Literaturverzeichnis

[1] JHS, Internetartikel: http://www.aufbau-ffm.de/serie/Teil9-10/teil9.html; Herausgeber: AufbauFFM.de ;23.Januar 2003

[2] Wikipediaartikel: http://de.wikipedia.org/wiki/Untermainbr%C3%BCcke

Abbildungen

Abilldung 3: JHS, Internetartikel: http://www.aufbau-ffm.de/serie/Teil9-10/teil9.html; Herausgeber: AufbauFFM.de ;23.Januar 2003

Abbildung 2: Internetartikel: http://img.fotowelt.chip.de/imgserver/communityimages/597700/597721/1280x.jpg

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