Alte Brücke

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Alte Brücke

Alte Brücke
Bild 1:Die Alte Brücke Bemaßungen
 
Funktion: Fußgänger-, Radfahrer- und Straßenverkehrsbrücke
 
Länge: 237,36 m
Breite: 19,50 m
Durchfahrtshöhe: 8,06 m
 
Baujahr: 10. Mai 1222 (urkundlich erwähnt)
 
Ort: Sachsenhausen
 
Mainkilometer: 35,65


Instandsetzung: 1912-1926 für 3,6 Millionen Reichsmark; 1965 für 3,7 Millionen Deutsche Mark


 
Bauart: Massivbeton mit Sandsteinverblendung, stählerner Stromüberbau in Flachbauweise
 
Bild 2: Alte Brücke Panorama
Bild 2: Die Alte Brücke Panorama





Inhaltsverzeichnis

Räumliche und zeitliche Zuordnung

Die Alte Brücke in Frankfurt am Main ist die älteste und war bis Mitte des 19. Jahrhunderts die einzige steinerne Brücke am Unterlauf des Mains.[1]

Urkundlich wurde die Alte Brücke erstmal 1222 erwähnt. Diese Brücke ist eine Massivbetonbrücke mit Sandsteinverblendung. Bei einer Gesamtlänge von 237,36 m und einer Breite von 19,50 m dient die Brücke als Fußgänger-, Radfahrer- und Straßenverkehrsbrücke. Sie überquert am 35,65 Mainkilometer den Main. Die Alte Brücke liegt im Frankfurter Stadtteil Alt-Sachsenhausen und verbindet die Kurt-Schuhmacher-Straße mit der Walter-Kolb Straße.

Die Koordinaten der Brücke sind: 50° 6' 30" N, 8° 41' 17" O


Bild 3: Blick auf die Alte Brücke

Geschichtlicher Verlauf bis heute

Urkundlich wurde die Alte Brücke in Frankfurt am Main erstmals 1222 erwähnt. Damals bestand die Brücke größtenteils noch aus Holz. Im 14. Jahrhundert wurde die Brücke mehrfach durch Hochwasser und Eisgang zerstört.[2]

Anfang des 15. Jahrhunderts wurden 10 der 13 Brückenbögen sowie die beiden Brückentürme grundlegend erneuert Sie wurde im Laufe der Jahrhunderte mindestens 18 Mal zerstört und erneuert.[2] Am 23. Mai 1912 wurde auf der Maininsel der Grundstein für den Neubau gelegt.

Die Brücke sollte 14 m breit werden und acht Bögen erhalten.[1] 1911 wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben, den die Architekten Franz von Hoven, Franz Heberer und Leonhardt gewannen.[1]

Bild 4: Entwurf der Architekten Franz von Hoven, Franz Heberer und Leonhardt

Der Neubau der Brücke durch 1. Weltkrieg verhindert so das erst 1922 weitergebaut wurde. Bei diesem Neubau in den Jahren zwischen 1912-1926 wurden die Stromüberbauten aus massivem Beton gegossen und mit Sandstein verblendet.

Die Gesamtkosten betrugen 3,6 Mio Deutsche Mark.[1]

Folgende Merkmale waren an der Brücke sichtbar: 8 Öffnungen, 237,35 Gesamtlänge, Breite 19 m, 11m Fahrbahn. Im 2. Weltkrieg wurde das Mittelstück von den Deutschen zerbombt damit die Allierten nicht die Stadt einnehmen können.

Später wurde dieses Mittelstück provisorisch durch eine stählerne Kastenbrücke ersetzt und am 15. September 1965 in Betrieb genommen.

Am 1. Juni 1965 wurde die Brücke schließlich völlig für den Verkehr gesperrt um eine Komplettrenovierung durchzuführen.

Die Brückenbauarbeiten wurden mit einer enormen Schnelligkeit vorangetrieben. Bereits Ende Juni wurde das erste der zwei, über 200 Tonnen schweren, 70 Meter langen und knapp 10 Meter breiten Brückenteile von einem Schwimmkran eingeschwommen und etwa ein Monat später folge das zweite Brückenteil.

Letztendlich ergab der neue stählerne Stromüberbau mit den erhalten gebliebenen massiven Teilen der Alten Brücke esamtlänge von 237,36 m. [1]

Bild 5: Arbeiten an den Bögen über den Main
Bild 6: Fünf Monate vor der Einweihung, 1926






Baubeschreibung

Die Brücke Alte Brücke Frankfurt hat bei einer Gesamtlänge von 237,36 Metern fünf asphaltierte Fahrspuren von je drei Metern und zwei Bürgersteigen von je 2,25 Metern.

Eine Durchfahrtshöhe von über acht Metern und eine befahrbare Rinne von 60 Metern Breite. Sie besteht aus 6 halbkreisförmigen Bögen. Diese wurden meist wie zu dieser Zeit üblich über einem meist halbkreisförmigen Lehrgerüst über den keilförmige Quader zu einem Gewölbe geschichtet wurden und durch einen Schlußstein gegeneinander geklemmt wurden (siehe Bild 5)[3].

Als Material wurde für die Brücke roter Mainsandstein verwendet der sehr gut Druckkräfte übertragen kann.

Die Bogenform die zum Abtragen der Druckkräfte dient und den geeigneten Bogenquerschnitt laufen die Stützlinien der auftretenden Lastfälle innerhalb des Kernquerschnitts so dass nur Druckspannungen auftreten. Dies hat zur Folge das eine größere Spannweite erreicht werden kann.

Bild 8: Geländerschutz und Fußgängerweg
Bild 7: Neuer stählerner Stromüberbau, 2012
Bild 9: Beleuchtungsmaßnahmen für die Brücke
Bild 10: Betoninjektion

Der Bogen leitet die entstehenden Vertikalen Lasten wie die Eigenlast oder die Vekehrstslast, direkt in den Baugrund ab.

Bei diesem statischen Prinzip werden die Druckkräfte somit abgetragen.

Im Untergrund der Brücke dienen die Fundamente zur Aufnahme von VertikalenKräfte insbesondere auch horizontale Kräfte. Diese werden durch die Verformungen des Bogens und dem daraus resultierenden Bogenschub „auseinander gedrückt“.

Bei mehreren Bögen nebeneinander heben sich diese Druckkräfte an den inneren Pfeilern auf und wirken dann nur an den äußeren Widerlagern.[2] Auf beiden Seiten der Brücke ist auf Höhe der Pfeiler jeweils 4 Belechtungen angebracht.

Die weiteren Belechtungen sind jeweils auf beiden Seiten verteilt und stehen in bestimmten Abständen (siehe Bild 8).

Desweiteren sind über der Fahrbahn eine Seilbeleuchtung angebracht die für die Autofahrer und zum Blickfang aus der fernen dienen soll. Die Brücke liegt auf Stützenfundamente die im Main liegen. Im Jahr 2010 wurde zum Stabilisieren der Fundamente Betoninjektionen an der unteren Seite der Stützfundamente eingeführt (Bild 10).

Bild 11:Kraftlinien


Statisches Prinzip.jpg

Quellen- & Literaturverzeichnis

[1] Societäts-Verlag:Frankfurter Brücken : Schleusen, Fähren, Tunnels u. Brücken d. Mains,1982.; ISBN: 3797303939 <A href='www.pickitisbn:3797303939'><img style='border: 0px none' src='https://www.citavi.com/softlink?linkid=findit' title='Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen'/></A> (EAN: 9783797303936 <A href='www.pickitisbn:9783797303936'><img style='border: 0px none' src='https://www.citavi.com/softlink?linkid=findit' title='Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen'/></A> / 978-3797303936 <A href='www.pickitisbn:978-3797303936'><img style='border: 0px none' src='https://www.citavi.com/softlink?linkid=findit' title='Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen'/></A>)
[2]Internetartikel: http://de.wikipedia.org/wiki/Alte_Br%C3%BCcke_%28Frankfurt%29

[3] Sven Ewert; Brücken Die Entwicklung der Spannweiten und Systeme; Verlag: Ernst & Sohn; ISBN-10: 3433016127 <A href='www.pickitisbn:3433016127'><img style='border: 0px none' src='https://www.citavi.com/softlink?linkid=findit' title='Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen'/></A>

Abbildungen

Bild 1, 4-6 : Societäts-Verlag:Frankfurter Brücken : Schleusen, Fähren, Tunnels u. Brücken d. Mains,1982.; ISBN: 3797303939 <A href='www.pickitisbn:3797303939'><img style='border: 0px none' src='https://www.citavi.com/softlink?linkid=findit' title='Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen'/></A> (EAN: 9783797303936 <A href='www.pickitisbn:9783797303936'><img style='border: 0px none' src='https://www.citavi.com/softlink?linkid=findit' title='Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen'/></A> / 978-3797303936 <A href='www.pickitisbn:978-3797303936'><img style='border: 0px none' src='https://www.citavi.com/softlink?linkid=findit' title='Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen'/></A>)

Bild 2: Oliver Opper;Internetadresse: http://www.panorama-frankfurt.com/de-gr/spaziergang-mainufer-alte-bruecke-p1134.htm

BIld 8-9: drehbar.de; Internetadresse: http://www.frankfurt360.de/alte-bruecke.html

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